Chronik

 

1935-1945     1946-1979     1980-1987     1988-heute    

 

Der St. Margarethener Feuerwehrverein (1887-1935)

 

1887 gilt als das Gründungsjahr der St. Margarethener Ortsfeuerwehr. Diese Jahreszahl ist auf der alten Feuerwehrfahne bezeugt. Die offizielle Gründung dürfte im Jahre 1888 erfolgt sein, da alle Siegel, die in den fast zur Gänze vorliegenden Protokollbüchern verwendet werden, diese Jahreszahl tragen.

 

   

 

Die alte Feuerwehrfahne

 

 

 

Die Handdruckspritze aus dem Jahre 1893

 

Das erste Protokoll der Ortsfeuerwehr St. Margarethen wurde mit Beginn des Jahres 1901 vom damaligen Kommandanten Baumeister Josef Pascher angelegt, die darin enthaltenen Protokolle sind in deutscher Sprache geschrieben.

 

 

 

Die Kommandanten der Feuerwehrvereine des Bezirkes Eisenstadt, Komitat Sopron, 1897 - in der 1. Reihe ganz links der erste Kommandant der Ortsfeuerwehr St.Margarethen, Johann Schweifer.

 

 

Die 1. und 2. Seite der in ungarischer Sprache geschriebenen Statuten des St.Margarethener Feuerwehrvereins - eien Kopeie der im Ödenburger Stadtarchiv aufliegenden Originalstatuten.

 

Die Organisation des St. Margarethener Feuerwehrvereines im Jahre 1887 wird dem ersten Kommandanten Johann Schweifer zugeschrieben. Er hat als Soldat in Ödenburg den dort bestehenden Feuerwehrverein kennengelernt und ist nach Übernahme der elterlichen Wirtschaft in seiner Heimatgemeinde mit der Gründung und Führung der Feuerwehr beauftragt worden.

 

Der erste Präses der Ortsfeuerwehr war Pfarrer Michael Payer (Ortspfarrer in St. Margarethen von 1867 bis 1900).

Die Feuerwehr wurde in den ersten fünf Jahren ihres Bestehens als staatlich genehmigter Verein geführt. Im Vereinsstatut, das bereits das Amtssiegel mit der Jahreszahl 1888 trägt und am 4. Mai 1889 von ungarischen königlichen Innenministerium genehmigt wurde, ist die Aufgabe und Organisation des Vereins festgelegt.

Ziel des Vereins sind die organisierte Feuerbekämpfung , die theoretische und praktische Schulung der aktiven Mitglieder in der Feuerbekämpfung und das nächtliche Wachehalten. Der Verein setzt sich aus Gründungs-, Ehren-, unterstützenden und ausübenden (aktiven) Mitgliedern zusammen.

An der Spitze des Vereines stehen mit dem Präses und dem Vizepräses zwei angesehene Persönlichkeiten der Gemeinde, eine dieser Funktionen hatte meist der Gemeindevorstand (Bürgermeister) inne. Die Vereinsgeschäfte werden von einem sechsköpfigen Ausschuss geführt. Die Feuerbekämpfung selbst und das Wachehalten wird von den ausübenden Mitgliedern besorgt, an deren Spitze der Hauptkommandant mit einem Chargenkörper steht. Die Amts- und Kommandosprache ist in den ersten Jahren Deutsch.

Zu Beginn eines jeden Jahres findet die ordentliche Generalversammlung aller Mitglieder statt, fallweise werden außerordentliche Generalversammlungen einberufen. Die Generalversammlungen und Sitzungen werden in den ersten Jahren in der Gemeindekanzlei abgehalten, nach dem Bau der neuen Volksschule im Jahre 1912 wird neben dem Requisitenhaus (Spritzenhaus) die "Neue Schulklasse" als Versammlungsraum angeführt, ab 1921 auch die alte Volksschule.

In den ersten Protokollen wird über die Generalversammlungen berichtet, wo Präses, Vizepräses, Kommandant und Chargenkörper gewählt, die Beiträge und Leistungen des sehr bald bestehenden Krankenfonds festgesetzt, der Kassenbericht über die Vereinskasse und über den Krankenfond genehmigt und die Entlohnung des Requisitenmeisters und des Vereinsdieners festgelegt werden. Die Angelobung der ausübenden Mitglieder erfolgt mit Handschlag.

1898 wird Baumeister Josef Pascher zum Kommandanten gewählt, Präses ist Paul Handl. Auf der am 11. April 1898 abgehaltenen Generalversammlung wird ein neues, erweitertes Vereinsstatut beschlossen. Als Amts- und Kommandosprache wird nun Ungarisch eingeführt, neben der Feuerbekämpfung wird die Hilfeleistung im Katastrophenfall als Vereinsziel festgelegt. Die Rechte und Pflichten der Mitglieder und der Aufgabenbereich der einzelnen Vereinsorgane werden genau festgelegt, der Beitritt zum Komitats- und Landefeuerwehrverein wird zwingend vorgeschrieben. Mit 1. Juli 1899 wird auch der Krankenfonds neu geregelt.

Ab 1900 ist Pfarrer Johan Domsy Präses des Vereins, der Verein zählt zu diesem Zeitpunkt 31 aktive Mitglieder.

Im Dezember 1903 wird Matthias Kugler Präses und Johann Katter Vizepräses.

1912 wird Konrad Hieszberger zum Oberkommandanten und wenig später Johann Katter zum Präses gewählt.

In den Jahren zuvor dürfte sich der Verein in einer größeren Krise befunden haben. Im Protokollbuch befinden sich in diesen Jahren nur wenige, eher unbedeutende Eintragungen. Mehrmals ist von groben Pflichtverletzungen einzelner Mitglieder die Rede, die mit Rügen, Strafe oder Entlassung geahndet werden. Der Gemeindvorstand und Vizepräses Katter legt anlässlich der Wahl von Kommandanten Hieszberger der Mannschaft ans Herz, "worum eigentlich der Verein waltet".

Mit Kommandant Hieszberger ist wohl ein gebildeter und fähiger Mann für die Führung der Wehr gefunden worden. Die vom ihn selbst geschriebenen Protokolle bezeugen, dass der Verein wieder gut und streng geführt worden ist. Die Beiträge zum Krankenfonds werden nun wieder regelmäßig eingehoben. Zahlungsunwillige treten aus, beziehungsweise werden aus dem Verein ausgeschlossen, das Monturinventar wird neu aufgenommen und kontrolliert. In den Wintermonaten werden nun regelmäßig Schulungen der aktiven Mitglieder durchgeführt. Der Feuervorspan wird laut Polizeistatut geregelt, der Krankenunterstützungsfond neu paraphiert, eine Vereinsmusikkapelle neu aufgenommen. Spenden werden zum Ankauf von Verdienstmedaillen und zur Gründung eines Fahnenfonds verwendet.

Die am 22. Mai 1913 erfolgte Inspizierung "gelang zur vollsten Zufriedenheit und dem Verein wurde die vollste Belobung zuerkannt". Der Mannschaftsstand beträgt Ende 1913 38 Mann.

 

 

Siegel von 1888 bis 1925

 

Ab 1915 führt der bereits seit 1898 als Vizekommandant fungierende Georg Bauer die Wehr, da Kommandant Hieszberger zum Heer eingerückt ist. Wie der Kommandant sind Ende 1915 alle aktiven Mitglieder im Krieg, die Schutzmänner treten als ausübende Mitglieder bei, "solange der Krieg dauert, und verpflichten sich, auch den monatlichen Einzahlungen nachzukommen".

Im April 1916 wird Michael Heckenast jun. zum Oberkommandanten gewählt, "bis der Herr Oberkommandant wieder nach Hause kommt" . Der Verein wird "mit Mut und Ausdauer" weitergeführt. Nach den guten Vereinsjahren unter Kommandant Hieszberger geht es nun wieder abwärts. Durch den Krieg ist der Verein wieder in eine schwere Krise gekommen. Mehrmals wird in den Jahren 1918 und 1920 der Versuch unternommen, den Verein zu reorganisieren.

Matthias Rosner jun. wird im Februar 1918 nach dem Rücktritt von Kommandant Heckenast Kommandant, im Herbst darauf werden die Vereinsfunktionäre neu gewählt, die während des Krieges als ausübende Mitglieder dienenden Schutzmänner treten zurück. Die nach dem Krieg zunehmenden politischen Schwierigkeiten, die Kämpfe zwischen den Anhängern des Deutschtums und der Madyarisierung und die Loslösung der Feuerwehr aus den Ödenburger Komitatsverband durch den Anschluss des Burgenlandes an Österreich erschweren die notwendig gewordne Reorganisation des Vereines.

Nach dem Tod des Präses Johann Katter im Jänner 1919 versuchen Josef Handl als Präses und Georg Bauer als Vizepräses den Verein neu zu beleben.

Der neue Kommandant, Josef Schneider, wird mit der Aufgabe betraut, "den Verein zu organisieren und strenge Disziplin zu halten". Auf Beschluss der Gemeindevertretung und des Vereins werden wieder alle Aufschriften, Stempel, Siegel und Dienststücke auf Deutsch umgeändert. Der Verein bekommt nun regelmäßig Geldmittel von der Gemeinde.

Im September 1919 wird von der Gemeindevertretung abermals eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, um den Verein neu zu beleben. Die Vereinsführung wird ausgewechselt.

Präses wird Anton Koller, Johann Schneider bleibt jedoch Kommandant. Durch die Aufnahme von neuen Mitgliedern wird wieder ein Mannschaftsstand von 38 Aktiven erreicht. Um den Feuerwehrverein aus dem Parteienstreit des Alltags herauszuhalten, wird "ein zeitgerechter Paragraph" dem Vereinsstatut angegliedert. "Solange der Feuerwehrmann im Dienst der Allgemeinheit steht und in Funktion ist, muss jede Parteipolitik ausgeschaltet sein. Der Verein ist zu wichtig, um durch Parteienhaß dem Verfall zuzutreiben."

Die neue Vereinsführung geht mit viel Energie an ihre Aufgabe heran. Eine Sammlung zugunsten des Vereins wird durchgeführt, der Feuerwehrball im Jänner 1920 wird bestens vorbereitet und bildet nach den Kriegsjahren ein großes gesellschaftliches Ereignis in der Gemeinde. Der Verein besitzt bald wieder finanzielle Mittel. Bürgermeister Paul Reuter kann mit der Arbeit der Vereinsführung bald zufrieden sein.

Am 4. Mai 1929 findet zum ersten Mal eine Prozession zur Florianikapelle statt, verdiente Feuerwehrmänner und Wirtschaftsbürger werden für ihre Verdienste um die Wehr geehrt. Das Kommando unter Schneider ist auch bestrebt, die aus früheren Zeiten bekannte straffe Führung in der Wehr wieder durchzusetzen, doch "das Vereinsleben lässt sehr zu wünschen übrig". Der Kommandant tadelt in der Mannschaftssitzung vom 29. Mai 1920 "die Saumseligkeit bei den Ausrückungen und Übungen, sowie die Charakterlosigkeit einiger Feuerwehrmänner". Der schlechte Zustand der Wehr in dieser Zeit geht aus einem Bericht über die Teilnahme an einer Fahnenweihe in Trausdorf hervor.

"Im Gegenzug zu anderen Gemeinden ist die St. Margarethener Wehr nur mit wenigen Mann vertreten, in einem verlotterten Zustand und ohne Fahne". Der Schriftführer schildert in den Feuerwehraufzeichnungen diesen Zustand und macht die gewesene Gemeindeführung dafür verantwortlich.

Die Mannschaft ist jedoch anderer Meinung, sie wirft der Kommandoführung willkürliche Vereinsführung vor. Wegen "eigenmächtiger, brutaler und casernenstiliger Vorgangsweise, eigennützigen Bestreben, statutenwidriger Verwaltung und wegen der die Ehre der ganzen Mannschaft compromittierenden, protokollarischen Aufzeichnungen des Schriftführers" und wohl auch aus politischen Erwägungen ruft die Mannschaft im Juli 1920 eine außerordentliche Generalversammlung ein und "erklärt einstimmig den Kommandanten seines Amtes verlustig". Da sich Präses Koller mit dem Kommandanten solidarisch erklärt, legt er die Präsesstelle nieder.

Auf Grund eines Dreiervorschlages wird Pfarrer Josef Kaindlbauer einstimmig in Abwesenheit zum Präses gewählt, Georg Unger wird Kommandant. "Um einer guten gemeinnützigen Sache zu dienen uns um den Verein aus seinen jetzigen Wirrwarr herauszuhelfen", nimmt Pfarrer Kaindlbauer die Präsesstelle an. Er versucht die Differenzen mit der vorangegangenen Vereinsführung zu schlichten, lässt einen Ausschuss wählen und sorgt für eine statutengerechte Vereinsführung. In den nächsten zwei Jahren werden nochmals die Siegel mit ungarischer Aufschrift verwendet.

Die Anschaffung von Schläuchen und einer Vereinsfahne wird in die Wege geleitet. Das Barvermögen des Vereins wird im Konsumverein angelegt. Der Feuervorspen wird mit der Gemeinde neu geregelt, das Mitglieder- und Inventarverzeichnis wird in Ordnung gebracht. Die Kassengebarung wird nun wieder regelmäßig genau überprüft.

Die Wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind groß " die Inflation ist im vollen Maße ausgebrochen. Beträgt das Vereinsvermögen zu Beginn des Jahres 1922 17.828 Kronen, so beträgt es zwei Jahre später 6.176.385 Kronen, das Jahresgehalt des Vereinsdieners steigt in dieser Zeit von 500 Kronen auf 400.000 Krone, eine neue Uniform kommt 1924 auf 500.000 Kronen. Obwohl die Gemeindeordnung ab 1924 die Gemeinde verpflichtet, mindestens 2% des Gemeindebudgets für "Zwecke des Feuer- und Wasserschutzes uns sonstigem Rettungswesen" zur Verfügung zu stellen, ist die Anschaffung einer Montur für die aktiven Feuerwehrmänner schwierig, da die Gemeinde über wenig finanzielle Mittel verfügt. Auch eine Sammlung erscheint unmöglich, da "auch unter dem Volke Geldnot ist".

Erst 1925 wird auf Drängen der Feuerwehrinspektoren von der Gemeinde ein entsprechender Geldbetrag zur Anschaffung von Uniformen zur Verfügung gestellt, somit können die 44 Aktiven mit einer neuen Uniform ausgerüstet werden.

 

 

Fahnenweihe im Jahr 1921 - 21 Vereine haben an dieser Festlichkeit teilgenommen.

 

1925 legt Georg Unger " schwer erkrankt " seine Funktion zurück. In seiner Amtszeit ist die Reorganisation der Wehr gelungen, eine Vereinsfahne konnte angeschafft werden, der Feuerwehrverein erreicht bei den Wettkämpfen in Ödenburg den 1. Preis.

Michael Miehl wird zu seinem Nachfolger gewählt. 1926 tritt Matthias Kugler als Schriftführer in die Wehr ein. In den nächsten Jahren wir der Ausbau der Wehr fortgesetzt. Es können neue Schläuche, Sommerblusen, Zwilchhosen und Dienstmäntel angeschafft werden. Nach dem Geldverfall und Einführung der Schillingwährung muss der Krankenfonds wieder neu geregelt werden. Er wird dabei in eine Leichenfondkasse umgeändert.

1928 wird die doppelte Buchführung in der Kassengebarung eingeführt. Auch werden eine "moderne Hochleiter mit mindestens 15 " 16m Länge" und Druckschlauche angeschafft. 1930 kann die erste Motorspritze angeschafft werden.

 

 

Motorspritzenweihe 1933

 

1928 kommt der Verein der Aufforderung des Landesverbandes nach, "eine eigene Sanitätsgruppe im Verein zu gründen" und betraut das unterstützende Mitglied Anton Held, seinerzeit im Krieg als Sanitätsunteroffizer tätig, mit der Funktion eines Sanitätsleiters und Ausbilders. Junge Feuerwehrmänner werden nun zum Sanitätsdienst eingeteilt und zu Rettungsmänner innerhalb der Wehr ausgebildet.

Das auf Landesebene 1932 zwischen dem roten Kreuz und der Feuerwehr getroffene Übereinkommen über die verstärkte Zusammenarbeit in dieser Hilfeeinrichtung führt sehr bald zu der Gründung einer Rot-Kreuz-Stelle auf Ortsebene unter der Führung von Anton Held.

 

 

Der Feuerwehrwagen aus dem Jahre 1932 mit der ersten Motorspritze

 

Die politische Entwicklung in Österreich zu Beginn der dreißiger Jahre und die Einführung des Ständestaates im Jahre 1934 ziehen auch entscheidende Änderungen im Feuerwehrwesen nach sich. 1934 kommt es zur Eingliederung des burgenländischen Landesfeuerwehrverbandes in die Vaterländische Front und in der Folge 1935 zur Beschlussfassung eines neuen Feuerwehrgesetzes für das Burgenland. Dieses Gesetz hat die Auflösung der bestehenden Feuerwehrvereine und eine grundlegende Neuregelung des Feuerwehrwesens zur Folge.

Auf Grund dieses Gesetztes wird am 16. Juni 1935 auch der "St. Margarethener Freiwillige Feuerwehrverein" aufgelöst.

 

 

zum Seitenbeginn

 

Die Zeit von 1935 bis 1945

 

Die Feuerwehren sind ab 1935 keine Vereine mehr, sondern Körperschaften öffentlichen Rechts, mit den Befugnissen einer öffentlichen Wache ausgestattet.

Das Feuerwehrgesetz von 1935, das bis 1994 Gültigkeit besaß, behält den Grundsatz der Freiwilligkeit bei, jedoch mit der Bestimmung, bei ungenügender freiwilliger Beteiligung die erforderlichen Feuerwehrmänner auch zwangsweise einzustellen. Machtbefugnis hiezu hat der Bürgermeister. Die Kosten der Errichtung und der Erhaltung der Feuerwehren werden ausnahmslos der Gemeinde übertragen, wofür sie das Kontrollrecht eingeräumt bekommt.

Die Feuerwehr wird nun vom Ortsfeuerwehrkommandanten geführt, der auf Grund eines Dreiervorschlages vom Bezirksfeuerwehrkommandanten ernannt wird. Feuerpolizei und Rettungswesen gehören nun in den Wirkungsbereich der Gemeinde.

Als "oberster Polizeichef" der Gemeinde ist der Bürgermeister für das Feuerwehrwesen zuständig. Er hat alle Handlungen und Unterlassungen, die eine Feuergefahr herbeiführen und Lösch- und Rettungsarbeiten erschweren können, zu verbieten. In diesem Sinne ist er auch für die Feuerbeschau zuständig.

Nach Inkrafttreten des Feuerwehrgesetzes werden am 11. August 1935 die aktiven Feuerwehrmänner und die Schutzmänner zu einer Sitzung einberufen. Dabei wird die Ernennung des bisherigen Vereinskommandanten Michael Miehl zum Ortsfeuerwehrkommandanten bekantgegeben, Feuerwehrmänner werden einzeln durch Handschlag angelobt und Feuerwehrbeiräte gewählt. Durch die Aufnahme von Jungmännern wird der Mannschaftsstand erweitert.

Jährlich werden nun in "Chargen- und Beiratssitzungen" der Kostenvoranschlag für die Feuerwehr erstellt und der Tätigkeitsbericht gegeben. Nur mehr gelegentlich werden die ehren- und unterstützenden Mitglieder, die Schutzmänner, Beiräte und die Mannschaft zu einer Generalversammlung einberufen und über das geschehen in der Ortsfeuerwehr informiert. In Chargensitzungen wird unter der Leitung des Ortsfeuerwehrkommandanten die Tätigkeit der Ortsfeuerwehr beraten und festgelegt, die Chargen werden nun laut Gesetz durch den Kommandanten ernannt und befördert.

Die aktive Mannschaft wird in Mannschaftssitzungen über die Beschlüsse des Kommandos informiert, auf eine gute Ausbildung der Mannschaft durch zahlreiche Winterschulungen und regelmäßige Übungen wird seitens des Bezirksfeuerwehrkommandos besonderer Wert gelegt. Regelmäßige Inspizierungen durch Feuerwehrinspektoren mit Geräteüberprüfungen und Instruktionen in der Löschtechnik und in den neuen Feuerwehrgesetzen werden durchgeführt.

Durch die gesetzliche Verpflichtung der Gemeinde, für die Erhaltung der Wehr zu sorge, stehen der Ortsfeuerwehr die notwendigsten finanziellen Mittel zur Verfügung, wenn auch größere Anschaffungen, wie die Errichtung von Löschwasserstellen, immer wieder hinausgezogen werden.

Mit Ende des Jahres 1937 legt Kommandant Miehl nach 13-jähriger erfolgreicher Tätigkeit seine Funktion zurück, Schriftführer Matthias Kugler wird zu seinem Nachfolger ernannt.

Im Zuge der politischen Entwicklung und angesichts eines möglichen Krieges ist den führenden Feuerwehrmännern klar, dass die Wehren nicht nur im Brandfall oder bei Å¡berschwemmungen rettende Hilfe zu leisten haben, sondern in allen Gefahren- und Notfallsituationen den Anforderungen gerecht werden müssen! Die Gas- und Luftschutzausbildung wird daher forciert. Die Sicherstellung von Disziplin, Ausbildung und Ausrüstung ist oberste Aufgabe des Feuerwehrkommandanten.

 

 

Die Feuerwehr im Jahre 1940 ( Begräbnis Dr. Raimann)

 

Der Einmarsch der deutschen Wehrmacht im März des Jahres 1938 hat eine plötzliche Veränderung der politischen Verhältnisse zur Folge. Die neu eingesetzte Gemeindeführung gibt der Feuerwehrführung und der Generalversammlung deutlich zu erkennen, dass der Feuerwehrmann "nicht allein die Verantwortung und das Pflichtgefühl von einstens mitzunehmen hat in die neue Zeit, sondern dem neuen Staat zu dienen hat wo immer".

Die Gedanken der Kameradschaftspflege, die restlose Pflichterfüllung und unbedingter Gehorsam werden auch von der Wehr gefordert. Die neue Gemeindeführung ist bemüht, die Wehr mit den notwendigen Mitteln auszustatten, doch die Zusicherung "innerhalb von 4 Jahren die fehlenden Gerätschaften anzuschaffen und die Errichtung eines neuen Spritzenhauses und der Löschwasserstellen in Angriff zu nehmen", bleibt infolge des Kriegsausbruches unerfüllt.

Mit der Auflösung des Burgenlandes im Oktober 1938 kommt es zur Auflösung des burgenländischen Landesfeuerwehrverbandes.

Damit endet auch die Tätigkeit der Feuerwehren auf gesetzlicher Basis. Die Wehren in den Gemeinden werden als "Feuerschutzpolizei" in die Ordnungspolizei eingegliedert, in den Protokollen tritt der "Wehrführer" an die Stelle des Kommandanten.

Von April 1939 bis Mai 1948 sind keine Aufzeichnungen im Protokollbuch der Ortsfeuerwehr vorhanden, die Aufzeichnungen aus dieser Zeit sind vernichtet worden. As eine gute Ausbildung und wöchentliche Übungen ist in den ersten Kriegsjahren besonderer Wert gelegt worden. Der Feuerwehrkommandant wird regelmäßig zu Schulungen nach Wr. Neustadt einberufen. Der Ausbruch des Krieges dezimiert den Mannschaftsstand zunehmend.

Zunächst ist man bestrebt, die älteren Männer zu Wehr zu bekommen. 1942 und 1943 versucht man durch zwangsweise Aufnahme von jungen Burschen den Mannschaftsstand zu halten. Da auch diese in den Krieg einberufen werden, kann der Feuerwehrdienst nur mehr schwer aufrecht erhalten werden. Daher werden junge Mädchen mit den Aufgaben der Feuerwehr vertraut gemacht. Sie führen die Alarmierung bei Fliegeralarm durch und stehen auch im Brandfall im Einsatz.

 

 

Feuerwehrübung im Schulhof (1942)

 

 

 

zum Seitenbeginn

 

Die Zeit von 1945-1979

 

Nach dem Ende des II. Weltkrieges liegt das Feuerwehrwesen zerschlagen danieder. Die neue österreichische Bundesregierung ordnet die Führung der Feuerwehren nach den vor 1938 geltenden Gesetzen an.

Ortsfeuerwehrkommandant Michael Kugler beginnt sofort mit dem Wiederaufbau der Ortsfeuerwehr. Gemeinsam mit Michael Koller gelingt es ihm, ein Löschgerät und eine große Menge Schlauchmaterial aus dem Flaklager am Gaisriegel sicherzustellen, daher ist bald die notwendigste Ausrüstung gegeben. Als bewährter Feuerwehrmann wird Kugler bereits 1946 als Bezirksfeuerwehrinspektor in das Bezirksfeuerwehrkommando berufen und leistet auch so einen wesentlichen Beitrag zum Wiederaufbau des burgenländischen Feuerwehrwesens.

"Nachdem der Mannschafts-Sollstand stark zurückgegangen ist", verspricht Bürgermeister Schuster anlässlich einer Inspizierung im Jahr 1948 "alles daran zu setzen, um diese Lücken aufzufüllen", und versichert, "die Jahrgänge 1929 und 1939 der männlichen Jugend, wenn es sein muss, auch zwangsweise zur Feuerwehr zu bringen". Noch 1948 und auch in den nächsten Jahren gelingt es, mehrere Burschen zur Wehr zu bekommen, der Sollstand von 40 Mann wird aber lange Zeit nicht erreicht.

1948 wird mit dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses begonnen, 1949 können ein sehr gut erhaltenes Feuerwehrauto und eine neue Sirene angeschafft werde. Anlässlich der Weihe des Feuerwehrhauses und des Feuerwehrautos wird 1949 das 60-jährige Bestandsjubiläum der Wehr festlich begangen.

 

 

 

Das erste Feuerwehrauto mit Anhänger mit der Mannschaft zu Beginn der 50-er Jahre.

 

1951 legt Kommandant Kugler nach 25-jähriger Dienstzeit und 13-jähriger Kommandantentätigkeit die Funktion des Ortsfeuerwehrkommandanten zurück, und widmet sich ganz seiner Tätigkeit als Bezirksfeuerwehrinspektor und später, bis zum Jahre 1966, als Bezirksfeuerwehrkommandantestellvertreter.

 

 

Der Bezirksfeuerwehrstab 1961- 1966 mit OBI Matthias Kugler als Bezirksfeuerwehrkommandantstellvertreter

 

Zu seinem Nachfolger wird Michael Gabriel gewählt. Die Feuerwehr ist nun an Gerät und Material gut ausgerüstet, es fehlt nach wie vor eine genügende Anzahl von Wasserstellen. Diese Problem wird erst zufriedenstellend gelöst, als in den 60-er Jahren die Ortswasserleitung gebaut wird und 38 Hydranten errichtet werden.

1955 beträgt der Mannschaftsstand 32 Mann. Von 1950 bis 1968 finden jährlich Weihnachtsfeiern statt, zu der neben der aktiven Mannschaft auch die Ehrenmitglieder, Schutzmänner, Vertreter der Gemeinde, der Gendarmerie, der Zollwache, die Feuerwehrbeiräte und der Ortspfarrer zu einer besinnlich kameradschaftlichen Begegnung geladen werden. In den jährlichen Beiratssitzungen wird das Feuerwehrbudget beraten, ab 1966 wird die Erstellung des Kostenvoranschlages dem Feuerwehkommando überlassen, nur bei größeren Anschaffungen wird die Gemeindevertretung zugezogen.

Die örtlichen Feuerwehführer des Bezirkes werden jährlich zwecks Information und Schulung zu Dienstbesprechungen nach Eisenstadt einberufen. Löschtaktik und Löschtechnik, vorbeugender Brandschutz, Öffentlichkeitsarbeit und die Verwaltung der Feuerwehr sind Hauptthemen bei diesen Dienstbesprechungen.

 

 

 

Feuerwehr und Feuerwehrmusik 1951

 

Ab 1957 finden zu Jahresbeginn die Hauptdienstbesprechungen statt, wie sie auch noch heute abgeführt werden. In Anwesenheit des Bürgermeisters, Vertretern der Gemeinde und der vorgesetzten Feuerwehrstellen und aller Feuerwehrmänner wird vom Kommandant der Jahresrückblick gegeben, der Kassabericht und der Budgetvoranschlag zur Genehmigung vorgelegt und Vorschau auf das kommende Jahr gehalten.

1956 nimmt erstmals eine Gruppe der Ortsfeuerwehr St. Margarethen am Bezirks- und 1958 am bgld. Landesfeuerwehrleistungsbewerb mit Erfolg teil. 1967 kommt es zum Ankauf eines neuen Feuerwehrautos. Knapp vor der Weihe dieses Fahrzeuges anlässlich des 80-jährigen Bestandsjubiläums legt Kommandant Gabriel nach mehreren vorangegangenen Auseinandersetzungen in der Wehr die Kommandantenstelle zurück. Da Schriftführer Wartha und Kassier Stadlmann die Funktion des Ortsfeuerwehrkommandanten nicht annehmen, wird Franz Miehl zum Ortsfeuerwehrkommandanten gewählt.

Kommandant Miehl ist es bereits 1965 gelungen, eine Gruppe junger Burschen zur Feuerwehr zu bringen. Er setzt die Bemühungen als Kommandant fort und es gelingt ihm durch weitere Neuaufnahmen die Mannschaft wesentlich zu verjüngen. Mit viel Idealismus versucht er, die wehr zu führen, er legt besonders Wert auf die Kameradschaftspflege, jährliche Kameradschaftsabende und Feuerwehrausflüge werden eingeführt.

 

 

Fahrzeugsegnung " Opel Blitz " (1968)

 

1970 werden die ersten Atemschutzgeräte angekauft, ein Jahr später wird die Wehr erstmals mit Funkgeräten ausgerüstet. 1974 wird eine neue Feuerwehrfahne angeschafft, 1979 werden die Sanitätsanlagen im Feuerwehrhaus eingerichtet.

 

 

 

zum Seitenbeginn

 

Die Zeit von 1980-1987

 

Da der Kommandant praktisch ohne Führungsstab die Wehr führt " nur Kommandantstellvertreter und Schriftführer Händler und Kassier Anton Ernst stehen ihn zur Seite " wachsen ihm die Aufgaben über den Kopf.

Bürgermeister Scheitz und die Gemeindevertretung sind bestrebt, durch verstärkte Geldmittel die Arbeit der Feuerwehr zu fördern, möchten aber "nach soviel Zahlen auch Taten sehen". Nachdem bei der Inspizierung 1981 die wesentlichen Mängel in der wehr deutlich aufgezeigt werden, tritt Kommandant Miehl nach 13-jähriger Tätigkeit als Kommandant " aus gesundheitlichen Gründen " zurück. Er weiß, dass "er in dieser schnelllebigen Zeit den vielen Aufgaben eines Kommandanten und der Führung einer Wehr mit 54 Aktiven nicht mehr gewachsen ist".

 

 

Die Feuerwehr unter Kommandant Miehl (1980)

 

Michael Händler, sein Nachfolger, geht zunächst daran, einen Führungsstab aufzubauen. Er ernennt den jungen Franz Scharaditsch zu seinem Stellvertreter und betraut ihm mit der Aufgabe, die vielen jungen Feuerwehrmänner zu schulen.

Mit dem Beitritt von Mag. Franz Miehl zur Feuerwehr gelingt es, die Organisation und Verwaltung der Feuerwehr auszubauen. Nahezu alle Funktionen werden neu besetzt, die Mannschaft wird in 5 Gruppen eingeteilt und von zwei Zugs- und fünf Gruppenkommandanten betreut.

Im Jahr 1982 wird das Feuerwehrhaus durch Einbeziehung der aufgelassenen Gemeinschaftstiefkühltruhe erweitert und in der Folge saniert. 1983 kann ein neues Tanklöschfahrzeug mit der notwendigen Beladung angekauft werden. Der Schulung und Ausbildung wird nun durch verstärkten Lehrgangsbesuch an der Landesfeuerwehrschule, durch regelmäßige praktische Ãœbungen und theoretische Winterschulungen besonderes Augenmerk geschenkt.

 

 

Das Feuerwehrhaus nach der Erweiterung im Jahre 1982

 

1982 und 1983 nimmt die Wehr wieder an den Landesfeuerwehrleistungsbewerben teil, 1986 erwirbt Sigibert Waha als erster Feuerwehrmann das Goldene Feuerwehrleistungsabzeichen. Durch den Beitritt von 25 jungen Burschen in den Jahren 1982 bis 1986 und durch das Ausscheiden mehrerer inaktiver Feuerwehrmänner wird unter Kommandant Händler eine wesentliche Verjüngung der Wehr erreicht.

 

 

Weihe des Tanklöschfahrzeuges im Jahre 1983

 

Nach dem Rücktritt von Franz Scharaditsch wird Franz Weixelbaum zum neuen Stellvertreter gewählt. Er ist maßgeblich an der Aufnahme von zahlreichen jungen Burschen beteiligt und widmet sich voll und ganz der Ausbildung dieser.

 

Im Jahr 1987 begeht die Feuerwehr ihr 100 Jahr Jubiläum mit einem großen Fest im Herrschaftshaus und mit der Herausgabe der Chronik von 1887-1987

 

 

 

 

 

Die Mannschaft beim 100-jährigen Jubiläum 1987

 

 

zum Seitenbeginn

 

Die Zeit von 1988-heute

 

1990

Gründung einer Feuerwehrjugend. Kurt Pascher wir erster Feuerwehrjugendbetreuer in St. Margarethen. Die Jugend wird begeistert aufgenommen und es kommt zu zahlreichen Eintritten von Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren. Dieser Weg wird sich als goldrichtig erweisen, sind doch die meisten der Führungsmannschaft im Jubeljahr 2007 durch diese Schule gegangen.

 

 

 

 

Die erste Jugendgruppe bei einer Übung mit Kdt. Händler

 

1991

Wieder wird in Sachen Ausrüstung ein großer Schritt vorwärts gemacht. Der „alte Opel Blitz“ wurde außer Dienst genommen und ein neues LF-B (Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung) angeschafft. Dieses Fahrzeug ist vor allem für die technischen Einsätze vorgesehen. Die Lieferung und Einweihung erfolgte im Jahr darauf.

 

 

 

 

Das neue Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung

(LFB) vor seiner Weihe

 

1992

Bei der Segnung des neuen Fahrzeuges gibt Michael Händler seinen Rücktritt als Ortsfeuerwehrkommandant bekannt. Bei der Neuwahl wurde Erwin Hartinger als sein Nachfolger bestimmt. Neben der Verjüngung der Mannschaft begannen mit Erwin Hartinger auch die Gespräche mit der Gemeinde bzgl. Neubau eines Feuerwehrhauses oder Um- und Zubau des bestehenden Hauses.

 

   

 

Der scheidende Kommandant Michael Händler und sein Nachfolger Erwin Hartinger

 

1993 – 1995

Im bestehenden Feuerwehrhaus wird eine Atemschutzpflegestation eingerichtet. Diese komplett aus hygienischen Nirosta-material bestehende Einrichtung war auch mit einem Trockenofen für die Masken versehen. Dieser Atemschutzraum war einer der ersten seiner Art bei einer Feuerwehr im Burgenland. Weiteres wurde auch Wert auf die Erneuerung der Ausrüstung gelegt. In den Jahren 1992-1995 konnten 5 Kameraden der Wehr die „Feuerwehrmatura“ das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold bestehen.
Es waren dies Franz Weixelbaum, Klaus Weixelbaum, Payer Johann, Wolfgang Miehl und Gerald Klemenschitz
In diesem Zeitraum begann auch die Tätigkeit der Feuerwehr St. Margarethen mit Brandsicherheitswachdiensten bei den diversen Festspielen. Ab 1992 war die Wehr jeweils ein Wochenende pro Spielsaison bei den Seefestspielen in Mörbisch eingesetzt. Dies war notwendig, da die Feuerwehr Mörbisch, die damals noch alle restlichen Vorstellung betreute an einem Wochenende ihr Feuerwehrfest veranstaltete und daher Ersatz auf der Seebühne benötigte. Die Dienste bei den Festspielen sind bis heute eine wesentliche Einnahmequelle der Feuerwehr.


1996

Nachdem Franz Weixelbaum aus Altersgründen seine Funktion als Ortsfeuerwehrkommandantstellvertreter zurücklegte trat mit Jahresbeginn der damals erst 23 jährige Gerald Klemenschitz seine Nachfolge an. Er widmete sich sofort der Ausbildung der Feuerwehrkameraden und stellte ein neues Ausbildungskonzept auf die Beine. In diesem Jahr wurden auch die Planungen für die Umgestaltung des Feuerwehrhauses abgeschlossen. Nach Einholung von Kostenschätzungen und nach Abwägung aller Vor- und Nachteile kam man gemeinsam mit der Gemeinde zu dem Entschluss anstelle eines Neubaus auf dem Gelände des Bauhofes einen Um- und Zubau des bestehenden Hauses auf dem Hauptplatz durchzuführen.


1997

Mit den Bauarbeiten für das neue Haus wurde begonnen. Die Feuerwehr hat sich bei diesem Projekt sehr viel an Eigenleistung vorgenommen und auch umgesetzt.

 

   

 

Abriß der alten Gemeindkühltruhe, die bis dahin als Garderobe gedient hat, und Errichtung der Fundamentplatte für den neuen Zubau.

 

Neben dem Hausbau begann auch die Erfolgsstory der Opernfestspiele im Steinbruch. Nachdem 1996 mit drei Vorstellungen begonnen wurde standen in diesem Jahr bereits 8 Vorstellungen auf dem Programm, was sich bis zu 42 Vorstellungen im Jahr 2007 steigern sollte.
Höhepunkt in diesem Jahr waren sicherlich die Feierlichkeiten anlässlich des 110-jährigen Bestandsjubiläums, die drei Tage lang im Herrschaftshaus abgehalten wurden.

 

 

 

 

 

Bei der 110-Jahr-Feier wird erstmals ein ganzer Ochse gegrillt


1998

Nachdem der Abschnittskommandant des Abschnittes 2, zu dem auch St. Margarethen gehört plötzlich verstarb, galt es, einen neuen Kommandanten zu wählen. Bei der Wahl, der sich 4 Bewerber stellten, ging Kdt-Stv. Klemenschitz als Sieger hervor. Er war damit mit seinen noch nicht ganz 25 Jahren einer der jüngsten Abschnittskommandanten in der Geschichte des Landesfeuerwehrverbandes. Auch in diesem Bereich wurden von Ihm neue Wege im Bereich der Ausbildung gegangen.
Die beiden Festspiele in St. Margarethen und Mörbisch erreichten Dimensionen, die von den beiden Ortsfeuerwehren alleine nicht mehr bewältigt werden konnten. Seit dieser Zeit sind bis heute bei den diversen Vorstellungen alle Wehren des Abschnittes (Mörbisch, Oslip, Trausdorf u. St. Margarethen) sowie die Wehren aus Rust und Oggau im Einsatz.


1999

Die zeitaufwändigen Arbeiten am Feuerwehrhaus und einige Meinungsverschieden-heiten mit der Gemeindevertretung und dem Architekten führten zum Entschluss von Erwin Hartinger, mit Jahresende seine Funktion als Kommandant zurückzulegen. Bei der Wahl Ende November ging der bisherige Stellvertreter Gerald Klemenschitz als neuer Kommandant hervor.

 

 

 

 

Fertigstellung des Um- und Zubaus mit dem

Anbringen der Beschriftung am Schlauchturm

 


2000

Nach dem Amtsantritt von Gerald Klemenschitz galt es als erstes, eine neue Führungsmannschaft zu installieren. Mit der Bestellung von Joachim Hahofer zu seinem Stellvertreter begann eine Ära der rasanten Weiterentwicklung des Ausbildungswesens und der Komplettierung und Erneuerung der Ausrüstung.

 

 

   

Neu Feuerwehrführung: Kommandant Gerald Klemenschitz und sein Stellvertreter

Joachim Hahofer


Neben dem Stellvertreter wurden aber auch zahlreiche andere Funktionen mit „Jungen Wilden“ die die komplette Ausbildung von der Jugendfeuerwehr an genossen, neu besetzt
In diesem Jahr aber galt es auch das Feuerwehrhaus fertig zu stellen und auch die Vorstellungen im Steinbruch zu bewältigen. Durch den Einsatz aller Kameraden waren diese Vorhaben schnell bewältigt und am 2. September 2000 konnte das neue Feuerwehrhaus mit einem Festakt offiziell seiner Bestimmung übergeben werden.

 

 

 

 

Ansichten vom Feuerwehrhaus nach Fertigstellung

 

 

 

 

Die Mannschaft bei der Haussegnung im September 2000

 

2001

Das Ausbildungswesen wurde auf neue Beine gestellt. Innovative Übungsszenarien, neue Ausbildungsmethoden (Ausbildungsnachmittag, Staffelübungen) und moderne Ausbildungstechnik (Beamer, Planspiele,..) sollten die Motivation bei Mannschaft zur Übungsteilnahme wieder steigern, was auch gelang.
In diesem Jahr wurde auch die Feuerwehr St. Margarethen zum Stützpunkt für den Feuerwehrflugdienst und Kommandant Klemenschitz zum Sachgebietsleiter im Landesfeuerwehrkommando für dieses Fachgebiet ernannt.

 

 

 

 

Unsere Wehr ist Stützpunkt für den Feuerwehrflugdienst im Burgenland

 

Weiters wurde auch auf Grund der Größe der Gemeinde, der neuen Tätigkeit als Flugdienststützpunkt und der Tätigkeiten bei den Brandsicherheitswachen die Ortsfeuerwehr St. Margarethen in eine höhere Ausrüstungsklasse eingestuft.


2002

In diesem Jahr folgte die Anschaffung unseres Kommandofahrzeuges (KDOF). Auch hier ging die Feuerwehr bei der Gestaltung des Fahrzeuges neue Wege und konnte damit ein Einsatzgerät sein eigen nennen, wie es kein zweites im Bezirk gab. Die innovative Einrichtung und Ausstattung machen dieses Fahrzeug ideal als Einsatzleitung bei Großeinsätzen und Tätigkeiten im Rahmen des Katastrophenhilfsdienstes. Bei der Segnung des neuen Fahrzeuges wurde gleichzeitig auch die alte Feuerwehrfahne, die aus dem Jahr 1921 stammt und komplett restauriert wurde, gesegnet.

 

   

Das neue Kommandofahrzeug (KDOF), sowie die Feuerwehrfahne aus dem Jahr 1921.

 

Kommandant-Stv. Hahofer kann in diesem Jahr auch das begehrte FLA Gold sein eigen nennen.


2003-2005

Auf Grund des Alters des bestehenden Tanklöschfahrzeuges und der Platzprobleme im Feuerwehrhaus wurden mit der Gemeindevertretung erste Gespräche aufgenommen um das TLF auszutauschen und das bestehende Feuerwehrhaus zu erweitern.

 

 

© 2017 Feuerwehr St.Margarethen im Burgenland