Tipps zu Ihrer Sicherheit

Rauchmelder können leben retten

Die österreichische Brandschadenstatistik besagt, dass Brände in Österreichs Haushalten jährlich rund 30 Todesopfer fordern. Am gefährlichsten sind Wohnungsbrände, die die Bewohner im Schlaf überraschen. Häufig sind es so genannte Schwelbrände, die durch zu wenig Sauerstoffzufuhr nicht richtig lodern, sondern oft stundenlang an versteckten Stellen schwelen, bevor die ersten Flammen sichtbar werden. Schwelbrände entstehen beispielsweise, wenn eine Zigarette zwischen die Polsterung einer Sitzgarnitur rutscht oder beim Rauchen im Bett, wenn herabfallende Zigarettenglut zwischen den Laken weiter glost. Als weitere häufige Brandursachen gelten Heizgeräte, die zu knapp an brennbaren Materialien (z. B. Vorhänge) betrieben werden, Hitzestaus oder Kurzschlüsse in defekten (meist älteren) Elektrogeräten sowie offenes Feuer und Licht (z. B. unbeaufsichtigt brennende Kerzen, Duftlampen, heiße Asche in Abfalleimern, zündelnde Kinder, …).

Die meisten Brandopfer kommen nicht durch Flammen, sondern durch giftige Brandgase
(Brandrauch) ums Leben. Das gefährlichste Rauchgas ist Kohlenmonoxid, das zu verminderter Sauerstoffaufnahme, Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tod führen kann. Wer aber schon in einer frühen Brandphase alarmiert wird, hat die Chance, sich selbst zu retten, die Feuerwehr zu verständigen und gegebenenfalls den Brand selbst zu bekämpfen (z. B. durch Einsatz von Handfeuerlöschern oder Löschdecken). Optische Rauchmelder erkennen frühzeitig den Rauch und warnen durch einen lauten pulsierenden Ton. Dadurch werden die Hausbewohner zu einem Zeitpunkt alarmiert, an dem die Flucht aus dem Gefahrenbereich noch möglich ist und ein größerer Brand vermieden werden kann.

Verbot des Verbrennens biogener Materialien im Freien

Das flächenhafte Verbrennen von Pflanzen ist grundsätzlich verboten, es bestehen allerdings Ausnahmeregelungen für das Verbrennen von Stroh. Punktuelles Verbrennen von biogenem Material aus dem Hausgartenbereicht ist ganzjährig verboten, aus anderen Bereichen ist es außerhalb von Anlagen in der Zeit von 1. Mai bis 15. September ebenfalls verboten. Es gibt Ausnahmen wie z.B. Lager-, Grillfeuer und Feuer im Rahmen von Brauchtumsveranstaltungen.                                                       

Der gesamte Gesetzestext unter: http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20002155

Feuerlöscher für Ihr Zuhause

Bei einem Brand ist keine Zeit lange nach einem Feuerlöscher zu suchen. Der Brand hat dann bereits ein zu großes Ausmaß erreicht, um etwas mit einem tragbaren Feuerlöscher auszurichten. Wir empfehlen für jeden privaten Haushalt einen tragbaren Feuerlöscher und zwar dort wo man ihn leicht findet.

Bei der Auswahl des Löschgerätes muss darauf geachtet werden, dass das Feuerlöschgerät der Europa Norm 3 (EN 3) oder ÖNORM F 1053 entspricht. Im Fachhandel oder in Baumärkten werden Geräte mit einer Füllmenge zwischen einem und 12 kg bzw. Litern angeboten. Empfehlenswert ist eine Füllmenge ab sechs Kilogramm.

Feuerlöschgeräte sind mit verschiedenen Löschmitteln (z.B. Wasser, Pulver und Kohlendioxyd [CO²]) gefüllt. Für den Haushalt ist Wasser das geeignetste Löschmittel, mit Ausnahme von Fettbränden am Küchenherd. Diese dürfen auf keinen Fall mit einem Wasserlöscher bekämpft werden – es wird eine Stichflamme produziert, die einige Meter hoch werden kann – sondern werden am besten mit einer Löschdecke oder einem Deckel erstickt.

Auch bei Pulverlöschern ist Vorsicht geboten, da diese bei Bränden in geschlossenen Räumen ungeeignet sind. Der Entstehungsbrand wird zwar ebenso gut gelöscht, durch das aufgewirbelte Pulver kann es aber zu einer Sichtbehinderung kommen. Das Löschpulver breitet sich zudem in der gesamten Wohnung aus und setzt sich ab. Kohlendioxyd (CO²)-Löschgeräte sind besonders bei Bränden durch elektrische Geräte geeignet. Das Gas verflüchtigt sich rückstandsfrei. Tragbare Feuerlöscher müssen alle zwei Jahre fachlich überprüft werden. Diese regelmäßigen Kontrollen stellen eine einwandfreie Funktion sicher.

Feuerlöscher für Ihr Auto

Anders als Pannendreieck und Verbandskasten gehört der Feuerlöscher nicht zur gesetzlich vorgeschriebenen Ausrüstung eines Pkws. Die Autoclubs und die Feuerwehren empfehlen dennoch, eine sogenannte Löschhilfe mitzuführen. Bei einem Brand kann damit unter Umständen ein größerer Schaden vermieden werden. Feuerlöscher ist jedoch nicht gleich Feuerlöscher: Nicht alle Löschmittel eignen sich für den Einsatz im Auto.

In vielen Ländern, vor allem Ost- und Südost-Europas, ist der Feuerlöscher im Pkw verpflichtend. Hierzulande wäre eine solche Vorschrift schon deshalb schwierig, weil für solche Autofeuerlöscher keine Norm existiert, wie das etwa bei Pannendreieck und Verbandskasten der Fall ist. Für den Einsatz im Auto eignen sich bereits sogenannte Löschhilfen, das sind Feuerlöscher im Miniaturformat, oder Spraydosen oft mit weniger als einem Kilogramm Löschmittel. Es ist überhaupt nicht das Ziel einen Vollbrand zu löschen. Vielmehr geht es darum, nach einen Unfall Zeit für die Bergung von Verletzten zu gewinnen, oder bei harmloseren Vorfällen den Schaden zu begrenzen. Oft kann ein Auto nach einem kleinen Brand mit relativ geringen Investitionen wieder flottgemacht werden. Allerdings nur dann, wenn das richtige Löschmittel verwendet wurde. Pulverlöscher sind meist ungeeignet, weil das Löschpulver aus einem fein zermahlenen Salz besteht.

Das feine Puder kann man nie restlos aus dem Motorraum herausbekommt. Und da Salze Feuchtigkeit anziehen, kommt es vor, dass man plötzlich Korrosion an Stellen vorfindet, wo ein Fahrzeug normalerweise nie Korrosionsschäden zeigt, in der Elektrik zum Beispiel, an Steckverbindungen, oder an Anbauteilen des Motors. Das kann in weiterer Folge sogar zu einem kapitalen Motorschaden führen.

Pulverlöscher können außerdem für andere Autofahrer gefährlich werden, wenn ihre Löschwolke die Sicht beeinträchtigt. Sinnvoll für den Einsatz im Auto sind daher Löschhilfen auf Wasserbasis. Diese konnen auch auf Menschen gesprüht werden. Wenn zum Beispiel schon im Fußraum des Fahrzeugs Flammen zu finden sind. Außerdem gibt es keine Staubentwicklung.

Feuerlöscher auf Wasserbasis waren früher nicht für Autos geeignet, weil sie die starken Temperaturschwankungen nicht ausgehalten haben. Im Winter sind sie eingefroren und sogar geplatzt. Aktuelle Modelle sind jedoch mit Frostschutzmittel versetzt, und daher uneingeschränkt verwendbar. Dennoch sollte auf den empfohlenen Temperaturbereich geachtet werden. Im Auto kann der Feuerlöscher im Kofferraum neben Verbandskasten und Pannendreieck verstaut werden, oder, wenn es der verfügbare Platz zulässt, in der Türablage oder unter dem Sitz. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Löschhilfe im Falle einer Vollbremsung nicht zum Geschoss werden kann.

Feuer und Kinder

Viele Unglücke mit Feuer entstehen, wenn Kinder zündeln. Fast jede dritte Brandstiftung in Österreich entsteht durch Kinderhand. Brandschutzerziehung beginnt bereits im häuslichen Bereich bevor die Kinder in die Schule gehen.

Richtiger Umgang mit Feuerlöschern